vom 27.09.2011
Bevor ich mit der Implementierung und Entwicklung meiner Seite anfange, einige Worte vorab, was das genauer bedeutet und welchen Sinn das macht.
Die Implementierung und Entwicklung wird den zeitaufwändigsten Teil der ganzen Vorarbeit ausmachen. Ich rechne mit ca. 80 Stunden Zeitaufwand für diese Arbeiten und das ohne bis dahin überhaupt einen Cent verdient zu haben und ohne genauer zu wissen - mangels bisheriger eigener Erfahrungen - ob sich das irgendwann auszahlen und lohnen wird.
Das ist natürlich ein enormer Aufwand in Relation zu "Wordpress installieren, losbloggen", wobei man dort ja auch nach und nach verbessern und erweitern könnte.
Ich habe sehr viele Ideen, wie ich diese Seite so gestalten kann, dass sie zum Einen mir viel Spaß macht, zum Anderen auch den Nutzern. Von diesen Ideen verwirkliche ich nur einen Teil, das heißt ich beschränke mich dabei schon auf die wichtigsten Dinge.
Diese allein schon sind aber in diesem Fall nicht durch eine Wordpress-Installation im Standard abzudecken, so dass ich auch an einer Wordpress-Seite schon sehr viel Aufwand betreiben würde, bevor ich sie online stelle.
In dem Moment, wo ich anfange, Inhalte einzufügen, mache ich mir schon doppelte Arbeit, wenn ich von vornherein weiß, dass ich das eigentlich anders haben will. Wenn ich also z.B. Daten zu einer Pflanzenart, wie Größe, Standort, Blütezeit zuerst mal in Textform in Artikel packe und später eine Tabelle benutze, wo diese Daten anders und jeweils im eigenen Tabellenfeld eingefügt werden, muss ich sie aus dem Artikeltext wieder manuell heraus klamüsern. Also mach ich doch lieber gleich eine eigene Tabelle. Hab ich die Pflanze dann in dieser Form im Pflanzenlexikon, kann ich aus anderen Bereichen auch gleich automasiert darauf zurückgreifen und z.B. im Gartenkalender Pflanzen nach Blütezeit automatisch ausgeben lassen. Hätte ich das nicht, müsste ich die Links zu den Pflanzenseiten dort wiederum manuell einfügen. Dazu habe ich keine Lust. (das ist nur ein Beispiel von mehreren)
Ich möchte mir also durch gute und durchdachte Vorarbeit später Arbeit einsparen. Manuelles Gefrickel nervt mich sehr und ich mag auch keine Listen, Excel-Files oder sonstwas zur Planung, was ich auf der Webseite genau wo einfüge irgendwo bei mir herum liegen haben, wenn ich weiß, es ginge auch einfacher und automatisch. Ich möchte später einfach Inhalte reinhauen, ohne mir über solche Kleinigkeiten genauestens Gedanken machen zu müssen.
Dasselbe gilt auch für das Einfügen der Werbe-Banner, ebenso wie gewisse Messungen, Tracking und Auswertungen.
Ich versuche also nicht, es mir durch hohen Anfangsaufwand besonders schwer zu machen, sondern das genaue Gegenteil. Dann hab ich später mehr Spaß an der Sache, was wiederum hoffentlich dazu führt, dass ich gern viele Inhalte hinzufüge und mich auch hauptsächlich darauf konzentrieren kann.
Ich glaube, wirklich hohe Nutzwerte für Seitenbesucher kann man nur erreichen, wenn man selbst großes Interesse an dem Thema hat, über welches man bloggt oder Informationen zur Verfügung stellt. Theoretisches Wissen ist gut und schön, Analyse hilft sicher weiter. Ich denke aber, zu versuchen, eine Zielgruppe zu gewinnen, indem man sie nur theoretisch analysiert und dann anhand dieser Analyse seine Inhalte gestaltet, geht in ganz vielen Fällen nicht so wirklich gut. Bei wirklich erfolgreichen Blogs merkt man meist, dass da Herzblut drinsteckt. Bei Einigen kann man sich auch sicher sein, dass die Betreiber da nicht großartig analysieren oder sich genaue Marketing-Kenntnisse angeeignet haben und diese anwenden. Sie schreiben einfach, wie sie lustig sind und es liest sich genau aus dem Grund angenehm und flüssig und weckt Interesse.
Was mir nichtsdestotrotz in vielen dieser Herzblut-Blogs bzw. -Webseiten leider oft fehlt, sind nutzerfreundliche Such- und Filtermechanismen. In vielen Fällen hat man eben alles in Artikelform, sortiert nach Kategorien und eine Volltextsuche. Vielleicht noch eine Suchmöglichkeit nach Alphabet für solche Dinge, wie Pflanzen, wobei das manchmal schon daran scheitert, dass sie nach deutschem Namen sortiert sind, ich aber nur den lateinischen kenne.
Wenn ich auf Seiten surfe, deren Inhalte ich gut finde und wo ich mehr erfahren möchte, macht es mir genau das manchmal etwas schwer. Vielleicht freuen sich die Besitzer dann über lange Seitenaufenthaltsdauern ihrer Besucher, das muss aber nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein. ;-)
Ich werde jedenfalls versuchen, dem Nutzer in dieser Hinsicht einen Mehrwert zu bieten und hoffe, dass das was mir so im Kopf herumspukt auch tatsächlich den Nutzwert steigert und dabei hilft, dass Leute vorbei kommen, länger bleiben, wiederkommen und vielleicht auch eher von sich aus ohne mein aktives Zutun verlinken. Ok, das ist noch Zukunftsmusik und wird sich dann zeigen.
Ich werde wohl noch diese Woche mit der Implementierung und Entwicklung beginnen. Es werden sicher einige Artikel abfallen, aber die Sache wird langatmig werden und vielleicht auch stellenweise sehr technisch. Ich gebe mir Zeit bis Ende des Jahres, hoffe aber, dass die Seite eher online gehen kann.
Übersicht:
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